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Aventicum 42-2022

Seit dem 19. Jahrhundert gab es Hinweise auf eine keltische Besiedlung von Avenches, z. B. durch die Ausgrabung einesPrägestempels zur Herstellung von Stateren. Als 1992 unter dem Rundtempel zwei sitzende Bestattete entdeckt wurden, die in die späte Eisenzeit datiert wurden, entfachte dies die Diskussion über die Ursprünge der Hauptstadt der Helvetier neu, deren Anfänge man damals eher auf dem nach dem Gallischen Krieg besetzten Hügel Bois de Châtel sah. Im Jahr 2003 und in den darauffolgenden Jahren führte die Ausgrabung mehrerer latènezeitlicher Strukturen auf der Flur Sur Fourches dazu, den Ursprung von Aventicum als ex nihilo zu revidieren. Die keltische Besiedlung, die in den letzten Jahren durch Funde in nahegelegenen Gebieten (Milavy, Faubourg) weitgehend bestätigt wurde, bestand aus einer grossen offenen Stadt, die ab der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr. besiedelt wurde und über Handwerks-, Bestattungs- und religiöse Bereiche verfügte.

Inhaltsverzeichnis Aventicum Nr. 42

Aktuelles zu diesem Thema. Standort und Denkmäler

Ein rätselhaftes Eisenmesser wird untersucht
Laura Andrey

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DOSSIER
AVENCHES LA GAULOISE

Avenches la Gauloise: Bilder einer Ausstellung
Daniel Castella

Ein neuer gallischer Friedhof in Avenches
Hugo Amoroso, Danny Jeanneret

Die Gallier illustrieren sich selbst
Bernard Reymond

Trocknen unter kontrollierten Bedingungen. Die Konservierung, Restaurierung von archäologischen Hölzern aus der Ausstellung.
Line Pedersen

5

ARCHIVE

Rückblick auf die Ausstellung Archives.doc: Wenn Archive und Arbeitsdokumentation sich verbinden.
Cécile Matthey

12

DENKMAL

Ende der Etappe am Fuße der Stadtmauer
Philippe Baeriswyl

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AGENDA

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